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Tuningtreffen im Gütersloher Stadtbereich - Kontrollen der Polizei

Gütersloh (FK) - In der letzten Zeit häufen sich Beschwerden von Anwohnern: Insbesondere im innerstädtischen Bereich fallen Angehörige der sogenannten Tuningszene durch kleinere Rennen, laute Fahrzeugstarts etc. auf. Während es sich rund um die Szene der Poser und Tuner in den vergangenen Jahren recht moderat verhielt, hat sich das Verhalten Einzelner verändert. Verkehrsverstöße und ruhestörender Lärm sind die Folge. Durch die Polizistinnen und Polizisten der Kreispolizeibehörde Gütersloh fand am vergangenen Freitag (26.02.) eine Schwerpunktkontrolle im Gütersloher Innenstadtbereich statt. Besonders der Bereich rund um einen großen Parkplatz an der Friedrich-Ebert Straße/ Holzstraße wurde dabei durch die Beamtinnen und Beamten kontrolliert. Am Freitagabend wurden nur wenige Fahrzeuge auf dem Parkplatz festgestellt. Die Fahrzeugführer wurden durch die eingesetzten Polizeibeamtinnen und -beamten nicht nur im Hinblick auf verkehrsrechtliche Verstöße kontrolliert. Die Regeln der derzeit geltenden Coronaschutzverordnung standen dabei ebenso im Fokus. Die polizeiliche Präsenz bis in die tiefen Nachtstunden hinein zeigte Wirkung. Verkehrsverstöße wurden nicht festgestellt. Die Schwerpunktkontrollen beschränkten sich nicht nur auf den genannten Bereich. Auch die Straßen rund um die Innenstadt wurden in die Maßnahmen mit einbezogen.

Unabhängig von der Schwerpunktkontrolle erhielt die Leitstelle der Polizei gegen 20.10 Uhr Kenntnis über eine Ansammlung von hochmotorisierten Fahrzeugen an der Sürenheider Straße. Dort sollten sich mehrere Autofahrer auffallend verhalten. Zeugen berichteten von kurzen Rennen und lautstarken Starts. Als die Polizei vor Ort eintraf, waren die Autofahrer bereits abgefahren. Spuren auf der Straße in Form von Reifenaufrieb bestärkten die Angaben der Zeugen.

Die Polizei Gütersloh wird die Kontrollen gerade in der kommenden wärmeren Jahreszeit in unregelmäßigen Abständen fortsetzen. Auch kooperative Kontrollen mit dem Kreis Gütersloh und der Stadt Gütersloh sind angedacht. Verkehrsverstöße in Form von Straftaten und Verkehrsordnungswidrigkeiten werden konsequent geahndet. Dabei geht es nicht um die "Kriminalisierung" der Teilnehmer der Treffen. Es sind Einzelne, die sich auffallend verhalten. Durch die Kontrollen soll verkehrskonformes Verhalten erwirkt werden. Ebenso geht es um den Schutz der Anwohner vor ruhestörenden Lärm und die Vermeidung von schweren Verkehrsunfällen. Ein schwerer Unfall auf der B61 im Januar 2021  steht bespielhaft für einen schlimmen Ausgang eines Rennens. Zwei Menschen erlitten schwere Verletzungen. Es folgte ein Strafverfahren, in dessen Rahmen Hausdurchsuchungen bei den beteiligten und ermittelten Fahrzeugführern folgten. Smartphones- und Fahrzeuge wurden sichergestellt. Wird durch das eigene verkehrswidrige Verhalten im Straßenverkehr ein anderer Mensch verletzt, ist es zu spät, seine eigene Fahrweise zu überdenken. Im schlimmsten Fall muss man mit der Verantwortung für das Versterben eines anderen Menschen leben. Soweit darf es nicht kommen!

In Einzelfällen können neben der Einleitung von Verfahren auch Meldungen an das Straßenverkehrsamt erfolgen, um die charakterliche Geeignetheit zur Teilnahme am Straßenverkehr überprüfen zu lassen. Dafür kann die wiederholte Begehung einer erheblichen Ordnungswidrigkeit, die eine überdurchschnittliche Beeinträchtigung bzw. Gefährdung der Sicherheit und Ordnung des Straßenverkehrs darstellt, bereits ausreichend sein.