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Lesung mit Martin Brambach und Christine Sommer ins Pädagogische Zentrum verlegt

Eine Frau, ein Mann – und ihre Briefe: Mehr braucht es nicht für eine der berührendsten Liebesgeschichten auf der Bühne. Seit seiner Uraufführung 1988 gehört „Love Letters“ aus der Feder des US-amerikanischen Dramatikers A. R. Gurney zu den weltweit gefragtesten Stücken für zwei Personen. Bei den 4. Verler Literaturtagen schlüpfen die beiden Schauspieler Martin Brambach und Christine Sommer am Montag, 18. November, in einer szenischen Lesung in die Rollen der beiden Protagonisten Andrew und Melissa, die sich seit Kindertagen bis ins reife Alter Briefe schreiben. Da die Nachfrage in den ersten drei Tagen des Kartenvorverkaufs bereits ausgesprochen groß war, hat sich das Literaturtage-Team entschlossen, die Lesung, die um 19.30 Uhr beginnt, vom Hotel „Deutsches Haus“ in das Pädagogische Zentrum der Gesamtschule zu verlegen, um mehr Plätze anbieten zu können. So können nun auch weiterhin Eintrittskarten zum Preis von 15 Euro im Rathaus (Bürgerservice), in der Bibliothek Verl und in der Buchhandlung Pegasus, unter kartenvorverkauf@verl.de sowie unter Tel. (05246) 961199 erworben werden. Es beginnt in der Schule mit kleinen Zetteln, Geburtstagseinladungen – und den Hürden pubertärer Unsicherheiten: „Willst Du am Valentinstag meine Braut sein? – Also gut, ich will. Aber nur, wenn ich Dich nicht küssen muss“. Auch später, im Internat, im Ferienlager oder auf dem College, bleibt die Bindung zwischen Andrew und Melissa trotz räumlicher Trennung durch das Schreiben bestehen – am Ende ein ganzes Leben lang. Lustig, poetisch, dramatisch, ironisch, feinsinnig und romantisch erzählen sich die beiden von ihren kleinen Problemen und großen Sorgen. Allein über den Briefwechsel erschafft A. R. Gurney eine humorvolle, bewegende und romantische Liebesgeschichte und die Lebensgeschichten zweier Menschen, die sich mögen, lieben, brauchen, nie zueinander finden und doch nie ganz voneinander lassen können. Sie ist aus reichem Haus. Er aus gutem Haus. Er liebt es, Briefe zu schreiben, sie nicht. Er trifft seine auch im Rückblick meist korrekten Entscheidungen nach reiflicher Überlegung; sie ist spontan und chaotisch. Er fällt die Karriereleiter hinauf, sie stolpert von einem Loch ins nächste. Zwei Menschen, nicht gerade füreinander geschaffen, möchte man glauben. Eifersüchteleien, Entfremdung, Zueinanderfinden und erneutes Auseinanderdriften wechseln sich ab und machen „Love Letters“ zu einer Achterbahnfahrt durchs Leben – und einer Hommage an die Kunst des Briefschreibens. Christine Sommer ist aus Kinofilmen und vielen TV-Serien und -Filmen bekannt („Frau Temme sucht das Glück“, „Heldt“). Martin Brambach war unter anderem am Wiener Burgtheater und der Schaubühne Berlin festes Ensemblemitglied. Seit 2001 ist er freiberuflich tätig und spielt Film- und Fernsehrollen, so ist er regelmäßig im Dresdner Tatort als Kommissariatsleiter Peter Michael Schnabel zu sehen. 2017 wurde er als bester Schauspieler mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet.

Foto: © Achim Prange