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Hausärztliche Versorgung für Kaunitz weiter dringend gesucht

Hausärztin oder Hausarzt dringend gesucht: Nachdem Dr. medic Georg-Ovidius Theodor zum Jahresende in den Ruhestand gegangen ist, gibt es in Kaunitz keine allgemeinmedizinische Praxis mehr. Trotz intensiver Bemühungen sowohl des Mediziners selbst als auch der Stadt Verl im Laufe des vergangenen Jahres konnte bislang keine Nachfolge gefunden werden. Für die Stadtverwaltung ist jedoch klar: Der Ortsteil braucht wieder eine hausärztliche Versorgung.
„Wir sind in verschiedenen Suchportalen aktiv, um gezielt Medizinerinnen und Mediziner anzuwerben“, macht Bürgermeister Michael Esken deutlich, dass die Stadt ihre Bemühungen intensiv fortsetzt. Gleichzeitig setzt er auf den persönlichen Kontakt – und dabei auch auf die Mithilfe der Verlerinnen und Verler: „Viele Menschen dürften eine Ärztin oder einen Arzt im Freundes- und Bekanntenkreis oder vielleicht sogar in der Familie haben. Deshalb bitten wir: Wenn es jemanden gibt, der in Frage käme, machen Sie doch einfach mal Werbung für die Stadt Verl und sprechen Sie potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten an“, appelliert Esken an alle Bürgerinnen und Bürger. „Vielleicht kann auch das dazu beitragen, die ärztliche Versorgung in Kaunitz zeitnah wieder sicherstellen zu können.“ Um die Niederlassung und Ansiedlung einer Ärztin oder eines Arztes zu erleichtern, stellt die Stadt sowohl eine finanzielle Förderung als auch organisatorische Unterstützung in Aussicht. Seit 2016 gibt es die „Richtlinie zur Förderung der Ansiedlung von Ärztinnen und Ärzten auf dem Stadtgebiet der Stadt Verl“ mit einer maximalen Förderung in Höhe von 35.000 Euro. Inzwischen kann die Richtlinie auch angewendet werden, wenn eine weitere Medizinerin oder ein weiterer Mediziner in eine bestehende
Praxis eintritt. Dank der Förderung ist es der Stadt in den vergangenen Jahren bereits mehrfach gelungen, Ärztinnen und Ärzte für Verl zu gewinnen.
Bei den anstehenden Haushaltsplanberatungen wird der Rat über einen Antrag beraten, die kommunale Grundförderung von 35.000 auf 40.000 Euro anzuheben und zudem den Wegfall von Zuwendungen des Landes NRW zu kompensieren. Denn für das Land zählt Verl seit Mitte 2020 nicht mehr zu den
Kommunen, in denen die Gefährdung der hausärztlichen Versorgung droht. Somit ist Verl aus dem Aktionsprogramm „Hausärztliche Versorgung“ herausgefallen, mit dem NRW die Niederlassung und Anstellung von Hausärztinnen und Hausärzten zusätzlich zu kommunalen Förderprogrammen finanziell
unterstützt. Für niederlassungswillige Medizinerinnen und Mediziner bedeuten diese geänderten Fördervoraussetzungen bis zu 60.000 Euro weniger. Bei einem positiven Ratsbeschluss könnte die städtische Gesamtförderung für Ärztinnen und Ärzte, die sich in Verl niederlassen, jedoch künftig
insgesamt bis zu 100.000 Euro betragen. Darüber hinaus nimmt die Stadt bekanntlich eine professionelle Begleitung durch Claudia Beckmann in
Anspruch, die auch niederlassungswilligen Ärztinnen und Ärzten mit ihrem Rat zur Verfügung steht. „Interessierte können sich auch gerne zunächst unverbindlich und vertrauensvoll an mich wenden, um im Vorfeld etwaige Fragen zu klären“, bietet Claudia Beckmann an. „Viele weitere Fördermöglichkeitendie zum Beispiel durch die Kassenärztliche Vereinigung angeboten werden, sind manchen Interessierten vielleicht gar nicht bekannt“, betont die Expertin. Auch hierzu berät sie gerne. Kontakt: Claudia Beckmann, Tel. 0162-9786010, E-Mail: netzarbeit@t-online.de.