Stromsparmodus

Der Umwelt zur liebe!

weiter geht's

Daten werden geladen …

Bürmsche Wiese nimmt immer mehr Gestalt an – erste Kunstwerke aufgestellt

Die ersten Kunstwerke auf der Bürmschen Wiese stehen. Am Mittwoch wurden im Beisein von Künstler Georg Janthur seine beiden „Leehrstühle“ aufgestellt. Auch sonst hat sich in den vergangenen Tagen wieder einiges auf dem gut 9.000 Quadratmeter großen Areal hinter dem Rathaus getan. Voraussichtlich Ende Mai soll die Gestaltung abgeschlossen sein. Die Bürgerinnen und Bürger dürfen sich also schon darauf freuen, bald über die Bürmsche Wiese flanieren und Natur gepaart mit Kunst genießen zu können.
Georg Janthur war extra aus Wuppertal angereist, um dabei zu sein, wenn seine „Leehrstühle“ an der nördlichen und südlichen Flanke der Bürmschen Wiese aufgestellt und einbetoniert werden. Der Begriff ist ein von ihm entwickeltes Kunstwort: Leer, weil man auf dem Stuhl nicht sitzen kann, und lehr, weil man – würde man auf ihm sitzen – einen lehrhaften Überblick über die Wiese hätte, so die Idee. Denn bei Janthurs „Leehrstuhl“ befindet sich die Sitzfläche in luftiger Höhe von ca. 4,3 Metern. Stattdessen laden am Fuß der Stele mehrere runde Echinocactus grusonii, im Volksmund auch „Schwiegermutterstuhl“ genannt, zum Sitzen ein. Auf dem Stuhl kann man also nicht Platz nehmen, aber auf dem Kaktus. Diese Sitzgelegenheiten werden im Laufe der Woche noch ergänzt. Für die Stelen hat
Janthur übrigens Verler Eichenholz aus einer örtlichen Zimmerei verarbeitet. Die Wege durch die Bürmsche Wiese sind inzwischen geschottert, eine wassergebundene Deckschicht wird noch aufgebracht. Der Teil des Weges, der künftig durch wiesenhohes Gras führen wird, bekommt hingegen keine Decke, sondern wird in Schotterrasen hergestellt. Mehrere Holzbänke am Wegesrand
stehen bereits, ein paar werden noch folgen. Ein Balancierbalken, auf dem man aber auch Platz nehmen und künftig im Schatten mehrerer Erlen ausruhen kann, ist ebenfalls fertiggestellt. In diesem Bereich werden außerdem noch ein Trampolin, eine Schaukel und ein „Rohrtelefon“ für Kinder installiert. Früher befand sich hier ein Teich. Daran erinnert eine künstlich angelegte Senke, in der künftig blaue Lilien wachsen und mit ihrer Farbe an eine Wasserfläche erinnern werden. Gut zu erkennen ist ein Stück weiter eine zweite Senke, die künftig in frostigen Wintern als Eisfläche geflutet werden kann. Die neu gepflanzten Bäume, darunter Erlen, Ahorn und Obstbäume, sind bislang gut angegangen. Voraussichtlich in der kommenden Woche soll der Rasen eingesät werden. Als nächstes Kunstwerk wird nach jetzigem Stand die Arbeit von Christoph Dahlhausen aufgestellt: Ein Rondell mit Bank und farbigem Acrylglasdach, das das Sonnenlicht auffängt und in farbige Schatten umwandelt. Zu den insgesamt vier Künstlerinnen und Künstlern, die unter dem Titel „Bänke für Verl“ Skulpturen in Form von Sitzgelegenheiten für die Bürmsche Wiese entworfen haben, gehören außerdem Stefan Sous mit zwei Lichtbänken und Dorothee Golz mit ihrer Arbeit „Chairs to share“, bestehend aus einer Reihe von fünf Stühlen mit Abstellfläche, die das Miteinander einer Gruppe und das Getrenntsein des Individuums symbolisieren.

Bild:
Künstler Georg Janthur und Bürgermeister Michael Esken (von links) freuen sich, dass das erste
Kunstwerk für die Bürmsche Wiese – einer der beiden „Leehrstühle“ von Georg Janthur – aufgestellt ist